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  • Copyright: ARA / Daniel Willinger
    Markt29 Apr. 26

    Mehrwegbecher aus Recyclingmaterial beim ESC 2026

    Beim ESC 2026 in Wien kommen 100.000 Mehrwegbecher aus Recyclingmaterial zum Einsatz. Das Projekt zeigt einen österreichischen Kunststoffkreislauf.

  • Markt22 Apr. 26

    Metallpreise bleiben auf hohem Niveau

    Die Preise der Industriemetalle blieben im zurückliegenden Berichtszeitraum auf hohem Niveau. Zwar gab es an der LME eine geringe Volatilität in die eine oder andere Richtung, insgesamt blieb der Rohstoff Metall aber teuer. Die Auswirkungen sind inzwischen in der Bauindustrie angekommen, denn nicht immer können festere Preise an den Bauherrn weitergegeben werden - das trifft insbesondere größere Projekte im Rahmen von Ausschreibungen. Kleine und mittlere Bauunternehmungen verzichten deshalb schon auf längerfristige Projekte oder rechnen, sofern das vertraglich möglich ist, den Materialeinkauf mit dem Bauherrn zum Tagespreis ab.

  • Technik22 Apr. 26

    Geschlossener PVC-Kreislauf

    PVC-Fensterprofile zählen zu den technisch ausgereiftesten Bauprodukten im Hochleistungsbereich. Basis ist hochwertiges Hart-PVC, modifiziert mit UV-Stabilisatoren, Pigmenten und funktionalen Additiven. Das Ergebnis sind langlebige, witterungsbeständige und mechanisch belastbare Profile mit einer Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten. Was diesen Werkstoff aus industrieller Sicht besonders interessant macht, ist jedoch ein anderer Aspekt: Hart-PVC ist ein thermoplastischer Kunststoff und damit nahezu verlustfrei mehrfach recycelbar. Mit vergleichsweise geringem Energieeinsatz lässt sich das Material wieder aufschmelzen und erneut verarbeiten, ohne signifikante Einbußen bei Qualität oder Performance. Für Fensterprofilhersteller bedeutet das: Produktionsabfälle sind kein Entsorgungsproblem, sondern ein werthaltiger Rohstoff.

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  • Markt22 Apr. 26

    An die Dynamik anpassen

    Von einem Recyclingweltmeister Deutschland spricht schon länger niemand mehr. Aber es stellt sich dennoch die Frage, wo Deutschland im internationalen Vergleich in der Kreislaufwirtschaft positioniert ist. Anhand von Patentanmeldungen hat Prognos im Auftrag der Bertelsmann Stiftung versucht, mit der Studie „Innovationsanalyse zur Circular Economy" diese Frage zu beantworten.

  • Markt22 Apr. 26

    Recycling reicht nicht

    Der Ausbau der Elektromobilität verlagert die industrielle Wertschöpfung hin zu Batterien und kritischen Rohstoffen wie Lithium, Nickel, Kobalt und Graphit, die zu strategischen Ressourcen werden. Elektrofahrzeuge benötigen deutlich mehr mineralische Rohstoffe als Verbrenner, was Kostenrisiken sowie ökologische und soziale Herausforderungen in globalen Lieferketten verstärkt. Die bisher lineare Batterie-Wertschöpfung gerät dadurch an ihre Grenzen. Recycling ist ein wichtiger Lösungsbaustein, kann den steigenden Materialbedarf kurzfristig jedoch nicht allein decken. Der Bericht „Leading the charge: Turning risk into reward with a circular economy for EV batteries and critical materials" der Ellen MacArthur Foundation zeigt, dass ein systemischer Ansatz erforderlich ist, der Recycling mit Batterie-Design, Nutzung, Zweitnutzung und neuen Geschäftsmodellen verbindet.

  • Markt22 Apr. 26

    Vom Reststoff zur Schlüsselressource

    Biogene Abfälle und Reststoffe gewinnen im Zuge der Transformation hin zu einer klimaneutralen Kreislaufwirtschaft zunehmend an Bedeutung. Der Bericht „Verwertung biogener Abfälle und Reststoffe - Kohlenstoffquelle, Bioenergie & negative Emissionen" vom Deutschen Biomasseforschungszentrum beleuchtet aktuelle Entwicklungen, technologische Ansätze und politische Rahmenbedingungen entlang der stofflichen und energetischen Verwertung biogener Reststoffe und zeigt auf, welche Rolle die Abfall- und Kreislaufwirtschaft künftig für Defossilisierung, Ressourceneffizienz und eine zirkuläre Bioökonomie einnimmt. Der Bericht wurde in „Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft" veröffentlicht.

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Politik & Recht

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  • Politik22 Apr. 26

    Von allem ein bisschen

    Sozusagen in letzter Minute hat die Bundesregierung ihr „Klimaschutzprogramm 2026" vorgelegt. Das Programm musste spätestens 12 Monate nach Aufnahme der Regierungsgeschäfte vorgelegt werden. Herausgekommen ist erwartungsgemäß ein bunter Strauß an Maßnahmen. Ob die alle greifen werden, ist allerdings vor allem aufgrund der sonstigen Politik der Bundesregierung mehr als fraglich.

  • Politik22 Apr. 26

    Ambitioniert, aber noch nicht ausreichend

    Mit dem Zero Pollution Action Plan verfolgt die Europäische Union das Ziel, Umweltverschmutzung bis 2050 auf ein für Mensch und Natur unschädliches Niveau zu reduzieren. Die von der Europäischen Kommission vorgelegte Halbzeitbewertung zeigt, dass in einzelnen Bereichen bereits deutliche Fortschritte erzielt wurden, zugleich aber strukturelle Defizite in Umsetzung, Governance und Politikintegration fortbestehen.

  • Politik22 Apr. 26

    Hersteller in der Verantwortung

    Die europäische Gesetzgebung sieht die verbindliche Einführung einer erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien vor. Die Bundesregierung will diese Vorgabe mit einem deutschen Textilgesetz erfüllen. Mit dem Positionspapier „Eckpunkte zur Einführung einer erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien" hat das BMUKN nun einen ersten Vorschlag zur konkreten Umsetzung gemacht.

  • Politik22 Apr. 26

    Kreislaufwirtschaft als Feigenblatt

    Der vom Weltwirtschaftsforum vorgestellte Bericht "Nature Positive: Role of the Technology Sector" positioniert die Digital- und Technologiebranche als potenziell Schlüsselakteure beim Schutz der Biodiversität und natürlichen Ressourcen. Der Bericht ist in die internationale "Nature Positive"-Erzählung eingebettet, die seit dem Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework zunehmend als Leitprinzip für Wirtschaft und Politik dient. Laut dem Bericht sollte der Technologiesektor nicht nur seine eigenen Umweltbelastungen verringern, sondern auch durch Digitalisierung, Datenverfügbarkeit und Effizienzgewinne zur ökologischen Transformation anderer Branchen beitragen. Diese Perspektive ist ehrgeizig - und von unmittelbarer Bedeutung für die Kreislauf- und Abfallwirtschaftsbranche.

  • Politik25 März 26

    Smart Waste statt starre Systeme

    Steigende Abfallmengen, ambitionierte Recyclingquoten und wachsender Kostendruck stellen Kommunen und Entsorgungsunternehmen vor grundlegende Herausforderungen. Künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge eröffnen neue Wege, Sammlung, Sortierung und Stoffstromsteuerung effizienter, transparenter und nachhaltiger zu gestalten. Die Studie „Revolutionizing urban solid waste management with AI and IoT: A review of smart solutions for waste collection, sorting, and recycling" eines saudi-arabischen Wissenschaftlers zeigt, wie sich digitale Systeme vom technologischen Zusatznutzen zum strategischen Schlüssel für die Kreislaufwirt-schaft entwickeln können.

  • Politik25 März 26

    Turbo oder Schneckentempo?

    Und wieder einmal will die EU Dinge beschleunigen. Diesmal soll es mit dem „Industrial Ac-celerator Act" um ausgewählte industrielle Sektoren gehen. Dabei stehen vor allem die öffent-liche Beschaffung und Genehmigungsverfahren im Fokus.

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Wissenschaft & Technologie

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  • Wissenschaft22 Apr. 26

    Alltagstauglichkeit macht Klimapolitik stark

    Die gesellschaftliche Zustimmung zum Umwelt- und Klimaschutz ist vorhanden, aber sie wird fragiler. Während Umweltpolitik dort unterstützt wird, wo sie Infrastruktur verbessert und Lebensqualität erhöht, wachsen Skepsis und Widerstände bei als ungerecht empfundenen Belastungen. Die „Umweltbewusstseinsstudie 2024" des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung und Sociodimensions im Auftrag des Umweltbundesamts macht deutlich, dass sozial gerechte Gestaltung und glaubwürdige Kommunikation entscheidend sind, um Transformationspolitik mehrheitsfähig zu halten.

  • Markt22 Apr. 26

    Rohstoffsicherung braucht Recycling

    Die Rohstoffversorgung Deutschlands steht 2024 unter zunehmendem Druck. Hohe Importabhängigkeiten, volatile Märkte und geopolitische Risiken machen deutlich, dass eine ausschließlich auf internationale Primärrohstoffmärkte ausgerichtete Versorgungsstrategie an ihre Grenzen stößt. Der aktuelle Rohstoffbericht der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe zeigt, dass die inländische Rohstoffgewinnung zwar bei mineralischen Baurohstoffen stabil ist, bei Metallen, Energierohstoffen und insbesondere kritischen Rohstoffen jedoch kaum zur Versorgungssicherheit beiträgt.

  • Wissenschaft22 Apr. 26

    Es darf nicht wehtun

    Wie halten es die Deutschen mit der Nachhaltigkeitstransformation? Diese Frage versucht die Leuphana Universität Lüneburg mit ihrem „Transformationsbarometer 2025: Perspektiven der Bevölkerung auf Transformation und Nachhaltigkeit" zu beantworten. Die Autor*innen betonen, dass es zwar umfangreiche Untersuchungen zur Bevölkerungsperspektive auf Umwelt, Nachhaltigkeit und Klimawandel gibt. Die Meinung zu nachhaltigkeitsorientierten Veränderungs- und Transformationsprozessen sei allerdings bisher kaum untersucht worden. Zudem werde die Ebene der Bundesländer grundsätzlich kaum betrachtet. Das soll das „Transformationsbarometer 2025" ändern.

  • Wissenschaft22 Apr. 26

    Transformation oder Fortschrittsalibi?

    Eigentlich können sich alle auf eine Kreislaufwirtschaft einigen, so richtig funktionieren will sie aber trotzdem nicht. Yannik Gehlen von der TU Darmstadt argumentiert in seinem Aufsatz „Zwischen Systemwandel und Selbsttäuschung: Vier Thesen zur Ambivalenz der Kreislaufwirtschaft", dass für das Gelingen der Kreislaufwirtschaft ein „kultureller Perspektivwechsel" die Grundlage ist.

  • Markt22 Apr. 26

    KI, Klima und neue Arbeitsplätze

    Digitalisierung, künstliche Intelligenz und der fortlaufende Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft verändern weltweit Geschäftsmodelle, Produktionsprozesse und Berufsprofile. Der Bericht "Future of Jobs" des Weltwirtschaftsforums zeigt, wie sehr sich der Arbeitsmarkt bis 2030 verändern wird.

  • Wissenschaft22 Apr. 26

    Recycling benötigt starke Ökosysteme

    Recycling war schon lange mehr als nur Abfallrecycling. Mit immer strengeren regulatorischen Anforderungen, steigenden Recyclingquoten und dem Druck, zu dekarbonisieren, verändert sich die Rolle der Branche grundlegend. Was gebraucht wird, sind nicht nur effiziente Prozesse, sondern auch die Fähigkeit, funktionierende zirkuläre Ökosysteme aufzubauen und zu steuern. Die Studie "A dynamic capabilities framework for building circular ecosystems by focal firms" von spanischen und brasilianischen Forschern zeigt, welche strategischen Kompetenzen Unternehmen dafür benötigen und warum insbesondere Recyclingunternehmen eine Schlüsselrolle in diesem Prozess spielen können.

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