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Wissenschaft & Technologie

Wir berichten über neue Aufbereitungsverfahren, innovative Sortiertechnologien, Entwicklungen im Maschinenbau sowie chemisches und mechanisches Recycling. Auch Themen wie Digitalisierung, Automatisierung, KI-gestützte Sortierung und die Recyclingfähigkeit neuer Materialien werden kontinuierlich eingeordnet.
  • Technik22 Apr. 26

    Geschlossener PVC-Kreislauf

    PVC-Fensterprofile zählen zu den technisch ausgereiftesten Bauprodukten im Hochleistungsbereich. Basis ist hochwertiges Hart-PVC, modifiziert mit UV-Stabilisatoren, Pigmenten und funktionalen Additiven. Das Ergebnis sind langlebige, witterungsbeständige und mechanisch belastbare Profile mit einer Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten. Was diesen Werkstoff aus industrieller Sicht besonders interessant macht, ist jedoch ein anderer Aspekt: Hart-PVC ist ein thermoplastischer Kunststoff und damit nahezu verlustfrei mehrfach recycelbar. Mit vergleichsweise geringem Energieeinsatz lässt sich das Material wieder aufschmelzen und erneut verarbeiten, ohne signifikante Einbußen bei Qualität oder Performance. Für Fensterprofilhersteller bedeutet das: Produktionsabfälle sind kein Entsorgungsproblem, sondern ein werthaltiger Rohstoff.

  • Wissenschaft22 Apr. 26

    Alltagstauglichkeit macht Klimapolitik stark

    Die gesellschaftliche Zustimmung zum Umwelt- und Klimaschutz ist vorhanden, aber sie wird fragiler. Während Umweltpolitik dort unterstützt wird, wo sie Infrastruktur verbessert und Lebensqualität erhöht, wachsen Skepsis und Widerstände bei als ungerecht empfundenen Belastungen. Die „Umweltbewusstseinsstudie 2024" des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung und Sociodimensions im Auftrag des Umweltbundesamts macht deutlich, dass sozial gerechte Gestaltung und glaubwürdige Kommunikation entscheidend sind, um Transformationspolitik mehrheitsfähig zu halten.

  • Markt22 Apr. 26

    Rohstoffsicherung braucht Recycling

    Die Rohstoffversorgung Deutschlands steht 2024 unter zunehmendem Druck. Hohe Importabhängigkeiten, volatile Märkte und geopolitische Risiken machen deutlich, dass eine ausschließlich auf internationale Primärrohstoffmärkte ausgerichtete Versorgungsstrategie an ihre Grenzen stößt. Der aktuelle Rohstoffbericht der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe zeigt, dass die inländische Rohstoffgewinnung zwar bei mineralischen Baurohstoffen stabil ist, bei Metallen, Energierohstoffen und insbesondere kritischen Rohstoffen jedoch kaum zur Versorgungssicherheit beiträgt.

22 April 2026

  • Wissenschaft22 Apr. 26

    Es darf nicht wehtun

    Wie halten es die Deutschen mit der Nachhaltigkeitstransformation? Diese Frage versucht die Leuphana Universität Lüneburg mit ihrem „Transformationsbarometer 2025: Perspektiven der Bevölkerung auf Transformation und Nachhaltigkeit" zu beantworten. Die Autor*innen betonen, dass es zwar umfangreiche Untersuchungen zur Bevölkerungsperspektive auf Umwelt, Nachhaltigkeit und Klimawandel gibt. Die Meinung zu nachhaltigkeitsorientierten Veränderungs- und Transformationsprozessen sei allerdings bisher kaum untersucht worden. Zudem werde die Ebene der Bundesländer grundsätzlich kaum betrachtet. Das soll das „Transformationsbarometer 2025" ändern.

  • Wissenschaft22 Apr. 26

    Transformation oder Fortschrittsalibi?

    Eigentlich können sich alle auf eine Kreislaufwirtschaft einigen, so richtig funktionieren will sie aber trotzdem nicht. Yannik Gehlen von der TU Darmstadt argumentiert in seinem Aufsatz „Zwischen Systemwandel und Selbsttäuschung: Vier Thesen zur Ambivalenz der Kreislaufwirtschaft", dass für das Gelingen der Kreislaufwirtschaft ein „kultureller Perspektivwechsel" die Grundlage ist.

  • Markt22 Apr. 26

    KI, Klima und neue Arbeitsplätze

    Digitalisierung, künstliche Intelligenz und der fortlaufende Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft verändern weltweit Geschäftsmodelle, Produktionsprozesse und Berufsprofile. Der Bericht "Future of Jobs" des Weltwirtschaftsforums zeigt, wie sehr sich der Arbeitsmarkt bis 2030 verändern wird.

  • Wissenschaft22 Apr. 26

    Recycling benötigt starke Ökosysteme

    Recycling war schon lange mehr als nur Abfallrecycling. Mit immer strengeren regulatorischen Anforderungen, steigenden Recyclingquoten und dem Druck, zu dekarbonisieren, verändert sich die Rolle der Branche grundlegend. Was gebraucht wird, sind nicht nur effiziente Prozesse, sondern auch die Fähigkeit, funktionierende zirkuläre Ökosysteme aufzubauen und zu steuern. Die Studie "A dynamic capabilities framework for building circular ecosystems by focal firms" von spanischen und brasilianischen Forschern zeigt, welche strategischen Kompetenzen Unternehmen dafür benötigen und warum insbesondere Recyclingunternehmen eine Schlüsselrolle in diesem Prozess spielen können.

16 April 2026

  • Copyright: Hamos
    Markt16 Apr. 26

    Neue Dimension im ASR-Recycling

    Was vor über 20 Jahren als ambitioniertes Recyclingprojekt begann, entwickelt sich nun zu einem Durchbruch: In Europa steht die Inbetriebnahme einer der weltweit größten Recyclinganlagen für Kunststoffe aus Auto-Schredder-Rückständen (ASR) unmittelbar bevor - ein Meilenstein, der die Automobil- und Recyclingbranche grundlegend verändern wird. Bislang lag der Fokus der Anlage auf der Rückgewinnung hochwertiger Metalle für die industrielle Wiederverwertung. Nun folgt der entscheidende nächste Schritt: der Einstieg in das industrielle Kunststoffrecy­cling auf bisher unerreichtem Niveau. Damit wird erstmals ein geschlossener, skalierbarer und qualitativ hochwertiger Recyclingkreislauf für Kunststoffe aus Altfahrzeugen Realität. Dieses Konzept markiert einen Wendepunkt. Kunststoff aus Altfahrzeugen (End-of-Life Vehicles, ELV) wird vom Abfallprodukt zum strategischen Rohstoff der Automobilindustrie.

25 März 2026

  • Wissenschaft25 März 26

    Ziele außer Reichweite

    Die Studie „Treibhausgas-Szenarien für die langfristige Budgetprognose 2025" des österreichischen Umweltbundesamtes 2025 zeigen deutlich: Österreich wird selbst bei zusätzlichen Maßnahmen seine Klimaziele bis 2030 voraussichtlich verfehlen.

  • Wissenschaft25 März 26

    Physik statt Chemie

    E-Schrott zählt zu den wertstoffreichsten, zugleich aber technisch anspruchsvollsten Abfallströmen welt-weit. Angesichts steigender Rohstoffpreise, wachsender Mengen und verschärfter Umweltanforderungen geraten klassische, chemikalien-intensive Recyclingverfahren zunehmend unter Druck. Reagenzienfreie Technologien, die auf physikalischen Trennprinzipien basieren, versprechen höhere Energieeffizienz, geringere Emissionen und neue Wege in der urbanen Rohstoffgewinnung. Die Studie „Review of Rea-gent-Free Electronic Waste Recycling: Technology, Energy, Materials and Spatial Effects" von Wissen-schaftler*innen aus Kasachstan und Kroatien analysiert den Stand der Technik und bewertet industrielle Perspektiven. Die Studie wurde in „Recycling" veröffentlicht.

  • Wissenschaft25 März 26

    Ressourcen sparen, Wertschöpfung sichern

    Die Transformation zu einer klimaneutralen Industrie verstärkt den Druck auf energieintensive Sektoren wie Stahl, Aluminium, Zement und Kunststoffe. Gleichzeitig nimmt die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft zu, da sie Emissionen senkt, Ressourcenabhängigkeiten reduziert und wirtschaftliche Resilienz stärkt. Die JRC-Studie „Capturing the Potential of the Circular Economy Transition in Energy-Intensive Industries" zeigt, welches zusätzliche Dekarbonisierungspotenzial durch zirkuläre Maßnahmen erschlossen werden kann und welche politischen Rahmenbedingungen dafür notwendig sind.

15 Februar 2026

  • Kunststoffe15 Feb. 26

    Mikroplastik als Risiko und Ressource

    Kunststoffe sind wesentliche Materialien im modernen Alltag, aber ihre Haltbarkeit und Vielseitigkeit verursachen erhebliche Belastungen sowohl für die Ökologie als auch für die menschliche Gesundheit. Durch physikalische, chemische und biologische Prozesse zerfallen sie in Mikro- und Nanopartikel, die in Böden, Wasser und Atmosphäre nachgewiesen werden können. Gleichzeitig gibt es zunehmende Hinweise auf toxikologische Effekte wie entzündliche Reaktionen, oxidativen Stress und endokrine Störungen, während die langfristigen gesundheitlichen Folgen weitgehend unklar bleiben. Vor diesem Hintergrund sind Strategien zur Reduzierung des Plastikeinsatzes, zur Entwicklung standardisierter Erkennungsmethoden sowie zur Förderung nachhaltiger Recycling- und Upcycling-Technologien von entscheidender Bedeutung. Die Studie "From Harm to Hope: Tackling Microplastics' Perils with Recycling Innovation" von italienischen Wissenschaftlern bietet einen Überblick über die Entstehung, Erkennung und gesundheitliche Relevanz von Mikroplastik sowie aktuelle Ansätze zur Kreislaufwirtschaft. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift "Molecules" veröffentlicht.

  • Klimaschutz15 Feb. 26

    Mit ganz viel Ambition

    Das UBA weist darauf hin, dass der Klimawandel deutlich schneller voranschreitet, als es bisher wissenschaftlich erwartet wurde. Dies mache ein entschlossenes und ambitioniertes Handeln umso dringlicher. Dabei gehe es nicht mehr nur um deutliche Treibhausgasminderungen. „Vielmehr muss es darum gehen in den Zielkorridor hin zur Treibhausgasneutralität einzuschwenken", so das UBA.

  • Klimaschutz15 Feb. 26

    Hebel zur Transformation

    Was kann eine Kreislaufwirtschaft zur Nachhaltigkeitstransformation beitragen? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Bericht „Zirkuläres Wirtschaften als Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in unsicheren Zeiten - ein Diskussionsbeitrag aus dem UBA". Das Umweltbundesamt schlägt 15 zentrale Hebel vor.

  • Digitalisierung15 Feb. 26

    Zwischen Wachstum und Krise

    Die Kreislaufwirtschaft bildet einen Kern des europäischen Nachhaltigkeitsrahmens. Angesichts aktueller Krisen wie Pandemie und Energieknappheit gewinnt dieser Übergang zusätzlich an Bedeutung. Bisherige Forschung konzentrierte sich meist auf einzelne Treiber wie Recycling oder Ressourceneffizienz. Die Rolle der Digitalisierung und der Einfluss externer Schocks auf zirkuläre Prozesse wurden dagegen nur begrenzt untersucht. Die Studie „Economic, technological and environmental drivers of the circular economy in the European Union: a panel data analysis" von Wissenschaftler*innen aus Rumänien und Spanien versucht, die Wirkung ökonomischer, ökologischer und technologischer Faktoren auf die Nutzung zirkulärer Materialien zu bestimmen. Die Studie wurde in „Environmental Sciences Europe" veröffentlicht.

15 Januar 2026

  • Elektrik/Elektronik15 Jan. 26

    Neue Recyclingtechnik für die Schweiz

    Immer neue und leichtere Geräte, oft nur mit kurzer Lebensdauer: An Nachschub an unterschiedlichem Elektro- und Elektronikaltgeräten mangelt es nicht. Die Schweiz gehört mit ihrer Pro-Kopf-Sammelmenge zu den führenden Ländern Europas in der Altgeräteerfassung. Nationaler Recyclingpionier und Marktführer ist die Immark AG, die in Regensdorf eine hochmoderne, modulare Recyclinganlage in Betrieb genommen hat. Mit Technologie von BHS-Sonthofen erzielt das Unternehmen mehr Durchsatz und höhere Qualität.

  • Biomasse15 Jan. 26

    Vom Lebensmittelabfall zum Biokunststoff

    Lebensmittelverluste und -verschwendung stellen ein großes Nachhaltigkeitsproblem dar, da sie Ressourcen verbrauchen und Umweltbelastungen verursachen. Gleichzeitig sucht die Kunststoffindustrie nach Alternativen zu erdölbasierten Kunststoffen.

  • Textilien15 Jan. 26

    EPR als Schlüssel zur Kreislaufwirtschaft

    Mit dem Green Deal rückt die EU Textilien in den Fokus ihrer Kreislaufstrategie. Der steigende Ressourcenverbrauch und das wachsende Aufkommen an Alttextilien erzeugen politischen Druck, hochwertige Recyclingverfahren zu etablieren. Die von der Stiftung GRS beauftragte Studie „Stand der Technik und Entwicklungsbedarf zu Recycling- und Verwertungsverfahren für Textilien" des Faserinstituts Bremen unter-sucht dafür den Stand der Technik und den Entwicklungsbedarf.

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